3 Jahre Internet eines Anfängers.


In dieser Zeit habe ich viele Menschen kennen gelernt und jetzt behaupte ich:

1.  Die am meisten betrügen, sind die beliebtesten.

Siehe die Story eines Flohmarktveranstalters oder Graf Th. zu Guttenberg.

Je größer der Betrug des einzelnen desto mehr Applaus bekommt er.

(Siehe Eintrag von Heinz im Gästebuch)

Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit sind jetzt in Deutschland nicht mehr gefragt.

Was zählt sind Raffgier, Egoismus, Scheinheiligkeit, Hinterlistigkeit, Untreue, Betrug und Lügen.

Wenn man seiner täglichen Arbeit nach geht bekommt man das nicht so mit. Es sei denn sie haben tagtäglich engen Kontakt und viele Bezugspersonen.

Es herrscht Krieg unter den deutschen Menschen.

Jeder bescheißt jeden. Ehrlichkeit ist Dummheit.

Die Klugen leben von den Dummen und die Dummen von ihrer Arbeit.

Genauso habe ich in diesen 3 Jahren das deutsche Volk kennengelernt.

Selbst in meinem privaten Bereich ist keiner der nicht versucht zu betrügen und da schließe ich mich nicht aus. Vielleicht von den Politikern gelernt ????

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Jetzt ist genug über den Holling gestänkert worden


Ich zähle mal zusammen:

1. Meine Idee für eine Veranstaltervereinigung hat nichts gebracht. Ich steige aus.
2. Hilfen über das Internet bzw. Gästebuch war Scheiße.
3. Außer meiner verschenkten Zeit und Geld habe ich nichts gewonnen.
4. Ich gebe zu: Ich habe verloren.
5. Aus diesem Grunde könnt ihr euch in Zukunft eine andere HP suchen.
6. Ich brauche das Internet nicht.
7. Danke an die zwei drei Helfenden, der Rest ist für den Mülleimer.
8. Einen Artikel schreibe ich noch auf Mafia.de dann ist Schluß.
9. Die Besserwisser können sofort einspringen.
10. Adios ihr hilflosen und feigen nicht kämpfenwollenden Deutschen.

Ganz klein Anfangen


Es gibt jede Menge Neuigkeiten.

Bevor ich über die Situation der Sonntagsmärkte schreibe und da gibt es auch Neuigkeiten, werde ich noch schnell berichten, was man so von anderen Märkten hört.

Ein Auto voll Ware mit der Nummer IZ … ich dachte erst an einen Zufall. Da streckte der Fahrer den Kopf aus dem Fenster und fragte: Wo ist denn der Flohmarkt ?????

Und dann: Hallo Holling, wie gehts denn so ????
Ich war derjenige, der blöd geschaut hat.
Er kannte mich, ich aber nicht ihn.
Sein Dialekt hat mir dann die Erleuchtung gebracht. Ne kölsche Jung in Mannheim.

Es war der Marx aus St. Augustin. Der Bierkrughändler. Er hatte früher schwarze, jetzt weiße Haare. Sein Bild ist hier irgendwo auf der HP.

Früher der einzige der sonntags die Kilometer in die Pfalz machte und dabei immer fett Geld verdient hat. Sein Sohn ist jetzt der oberste Krugmann.

Papa fährt Dienstags auf einen Markt, Mittwochs Mannheim, Donnerstag Seligenstadt, Freitag im Ruhrgebiet, Samstag woanders und Sonntag noch mal woanders.
Das ist jetzt sein Rentnerleben.
Bei gutem Verkauf schläft er in einer Pension, wenn es schlecht läuft, schläft er im Auto.

Er ist älter geworden und beklagt auch den fehlenden Zusammenhalt von früher, das Raffgierige, das Brutale Ich-Denken und noch mal 20 möchte er nicht sein.

Hat mich gefreut ihn nach 35 Jahren wieder zu sehen. Ich danke Dir Maxi für Deinen Besuch auf meinem kleinen Mittwochsmarkt. Es grüßt Fritz Holling.

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Er kam von St. Wendel und hat mich gleich erkannt. Ich ihn überhaupt nicht.
Er sagte: Und was macht der Schrank ???

Ja, in Landau hatte ich bei ihm einen Gründerzeitschrank gekauft.
Wir scherzten über sein Angebot und seine Preise.
Ich konnte es nicht fassen, er hatte einen Henry II Schrank dabei, leichte Spitzenausführung.
Vor fünf Jahren hätte man dafür 2500.- Euro bekommen. Und auf dem Preisschild stand: 480.- Euro

Ein Gründerzeitbett mit tausend Verzierungen 50.- Euro, 4 geschnitzte Holzbilder für 170.- Euro, ein Gründerzeitschrank mit Hörnchen aus Eiche für 320.- Euro, ein Pferdekummet mit schön eingebautem Spiegel für 50.- Euro- und noch 4 Ölbilder für 150.- Euro.

Das war übrigens heute auf dem Globus-Flohmarkt in Roxheim von Veranstalter Reis. Wir scherzten ob seiner Niedrigpreise. Herztropfen, unmöglich und so nen Scheiß. Unter anderem hatten wir davon gesprochen: Wenn jetzt einer kommt und kauft alles, was ist denn dann hier los ?????

Der Teufel ist ein Eichhörnchen, es kam ein Ehepaar aus dem nahegelegenen Worms. Hin und her und dann der Satz:

Was ist denn wenn wir alle Gegenstände auf einmal kaufen ??????????????

Dieser Moment, ich war dabei, das hälst du nicht aus. Ein Traum, nein Tatsache, die haben den ganzen Laden aufgekauft. Unglaublich aber wahr. Da haut es dem Fass den Boden raus. Von solchen Fällen hat man gehört aber miterlebt ?

Er kam von St. Wendel, viele Kilometer, er hätte um 10 Uhr einpacken können, aber man hatte sich zur Lieferung erst für den Nachmittag verabredet. Folglich ließ er die Möbel noch stehen.

Aber dann, noch keine zehn Minuten später, wir hatten den Knall gerade verkraftet, kam das nächste Pärchen. Erst leichte lockere Anfragen und dann der Hammer: Was kostet alles zusammen ???????

Wir mussten lachen und haben uns gefragt: Was ist denn heute los ????

Das Pärchen war leicht geknickt, als sie erfuhren, dass alles verkauft ist. Natürlich waren sie nicht bereit nach St. Wendel zu fahren, um sich des Händlers Lagers anzuschauen. Was ist denn das, Zufall, Glück oder war es der Preis? Sowas auf einem Wochenmarkt ist ja irre.

Der Donnerstagsmarkt von Reis in Roxheim auf dem Globus-Parkplatz ist wirklich in Ordnung. Bombenqualität und annähernd 100 Marktstände, kann ich nur empfehlen.

Auch der Besucherandrang ist für einen Wochenmarkt enorm. Ich habe schon viele schlechtere Sonntagsmärkte gesehen. Halleluja

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Haben sie schon mal an einem einzigen Händlerstand 28 Gitarren gesehen. Weltrekord ?

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Da hatte ich in der Vergangenheit von einem deutschen Lebensmittelhändler berichtet.

Er sagt: Achtung in Spanien warten sie auf die Deutschen und zwar nicht auf die Deutschen die zurück fahren, die sind pleite, sondern auf die Deutschen die kommen, die haben noch Geld in der Tasche, vor allem im Bereich von Barcelona auf den Campingplätzen.

Ich selbst war auch schon in Castelldefels, einem Campingplatz südlich von Barcelona ich hatte Glück, mir ist nichts passiert.

Der Lebensmittelhändler sagt: Die Deutschen die kommen haben Geld, die zurückfahren, haben nichts mehr, da lohnt sich ein Überfall oder Einbruch in Campingbusse, Autos etc. nicht mehr. Er sagt: Das Schiebedach 5 cm geöffnet und dein Auto ist leer. Ganze spanische Globusmärkte haben geschlossen, die Kneipen sind leer und zum großen Teil dicht gemacht, die Animationsfeste sind eingestellt, die Leute haben kein Geld mehr.

50 % Arbeitslose. Sein Absatz von spanischen Lebensmitteln auf deutschen Flohmärkten hat auch erheblich eingebüßt. Ehemalige Renner, wie Camembert oder Rotwein, sind jetzt Ladenhüter.

Also, Achtung in Spanien, dasselbe habe ich schon vor 30 Jahren in Südfrankreich erlebt. In 6 Monaten 6 mal das Auto aufgebrochen. Die Polizei gibt dir einen gelben Zettel für die Versicherung aber das kaputte Auto besichtigen sie nicht mehr.

Darüber muss ich gelegentlich auch mal was schreiben.

Meine Augen waren in Rüdesheim, Bacharach, Taunus, Heidelberg, Frankfurt und Frankreich in Urlaub


Ich bin wieder da. Jetzt gibts wieder Stimmung in die Bude. Haleluja

Mein Mittwochsflohmarkt wird am 25.5.2011 wegen mangelndem Interesse geschlossen. Einige Händler haben bis zu 400.- Euro eingenommen. Sie waren den ganzen Monat Mai standgeldfrei aber ein fauler Kaffee für mich ist dabei nicht herausgesprungen. In Zukunft bekommen die Händler von mir höchstens einen Eimer Wasser – nichts mehr.

Da gab es ja in Worms noch einen standgeldfreien Mittwochsflohmarkt. Auch da ist keinerlei Interesse des Publikums zu erkennen. Schule, Arbeit und fehlende Kaufkraft in der Bevölkerung sind die bekannten Ursachen.

Und der Freitagsmarkt in Ludwigshafen leidet auch an dieser finanziellen Misere.

Rechte Seite: So sehen die Bengels aus. Was haben Sie unter den Klamotten ???????

Ein kleiner Einblick vor und ins Verwaltungsgericht. Es kamen noch mehr Leute.

Und wenn da noch mal jemand behauptet: Man soll in diesem Sonntagsmarkt-Sumpf nicht rühren, so sage ich: Was da im Moment so abläuft, da muss man ja rühren. Schweinskram.

Dieser Zeitungsartikel ist eine Zusammenfassung des Neustädter und Koblenzer Urteils Klartext: Alle Märkte, egal wie sie heißen, sind verboten und da sind wir wieder bei den Landesgesetzen.

Der Müller vom Saarland hat gestern im Beisein von Wulf laut gerufen: Wir, das Saarland, sind ein freies Land und wir werden alles dafür tun, um ein freies Land zu bleiben.

Daran ist eindeutig zu erkennen: Zusammenarbeit oder Vereinheitlichen mit anderen Bundesländern ist nicht gewollt, es ist genau das Gegenteil der Fall.

Abschießen.

Siehe die Witz-Wahl-Stadt Bremen, hat weniger Einwohner wie Lampertheim, sofort eingliedern, stattdessen eigene Gesetze. Mein Stuhl, mein Stuhl, mein Stuhl, mein Stuhl…

Bündnis gegen Trödelmarkt-Wildwuchs in Mülheim/Ruhr


Breite Front gegen Wettbewerbsverzerrungen und Arbeitsplatzverlust

Das Maß war voll. Eine ungezügelte Zunahme der „Trödelmärkte“ in Mülheim an der Ruhr bei unbegrenzter Zulassung gewerblicher Händler formte eine nicht alltägliche Allianz aus IHK, Einzelhandelsverband Ruhr, Landesverband Schausteller und Marktkaufleute Nordrhein gemeinsam mit BSM, Katholikenrat der Stadt Mülheim/Ruhr, Evangelische Kirche, Betriebsräte örtlicher Geschäftshäuser und der Gewerkschaft ver.di. Teils unterschiedlich in der Motivation, aber einig im Ziel wurde eine gemeinschaftliche Erklärung ausgearbeitet und Ende April an die Medien gegeben. Am 3. Mai fand auf Einladung von ver.di ein Pressegespräch unter Teilnahme der wichtigsten Medienvertreter statt. Hier konnten die Vertreter der jeweiligen Organisationen ihren individuellen Standpunkt erläutern. Die Presse war sehr interessiert und stellte viele Fragen. – Nachfolgend die gemeinsame Erklärung:

Trödelmärkte – Schulterschluss gegen die sonntäglichen „Billig-Kaufhäuser unter freiem Himmel“

Grundsätzlich sollen Sonn- und Feiertage zur Gewährleistung der Sonn- und Feiertagsruhe als Tage der Arbeitsruhe ausgewiesen werden. Eine Ausnahme hiervon bedarf eines dem Sonntagsschutz gerecht werdenden Sachgrundes, wobei ausdrücklich ein rein wirtschaftliches Umsatzinteresse von Verkaufsstelleninhabern und ein alltägliches Erwerbsinteresse potenzieller Käufer nicht ausreichend sein soll, Ausnahmen zu rechtfertigen. Der Sonn- und Feiertagsschutz soll zu einer im öffentlichen Leben spürbaren Unterbrechung des werktäglichen Arbeits- und Erwerbsprozesses führen. Daher haben hier grundsätzlich alle Tätigkeiten zu unterbleiben, die nach ihrem äußeren Erscheinungsbild üblicherweise an Werktagen stattfinden und dem täglichen Gelderwerb zuzurechnen sind, da diese den Sonn- und Feiertagen den Charakter des Besonderen nehmen, nämlich ein „Nichtwerktag“ zu sein, der die Menschen aus dem werktäglichen Berufsstress und der allgemeinen Hektik des Erwerbslebens heraus löst. Die gegenwärtige Festsetzungspraxis von Trödelmärkten ist hiermit nicht vereinbar. Exemplarisch sei auf einen Artikel der „WAZ“ vom 20.11.2010 („Feilschen am Sonntag“) verwiesen, der die Zustände auf dem Trödelmarkt am Rhein-Ruhr-Zentrum am letzten Volkstrauertag zusammenfassend zutreffend mit „Ausnahmezustand am Sonntag“ beschreibt.

Dass in einer Zeit, in der Martins- und Karnevalsumzüge an Sicherheitsauflagen zu scheitern drohen, die Durchführung von Trödelmärkten als Massenveranstaltung offenbar auch unter Sicherheitsaspekten problemlos möglich zu sein scheint, kann nur verwundern. Laut Verband der Marktveranstalter suchen jährlich rund 150 Millionen Personen derlei Märkte auf. Doch worin liegt der Reiz zum Besuch von Trödelmärkten an Sonntagen? Warum lassen Autokennzeichen darauf schließen, dass „Fans aus ganz NRW und den Niederlanden“ (vgl. „WAZ“ vom 20.11.2010) angelockt werden? Für die Masse liegt der Reiz wohl kaum darin, sich in dichtem Gedränge langsam durch enge Gässchen fortzubewegen, um Trödel zu erwerben, der auf Speichern oder in Kellern gefunden wurde.

Näher liegt es, dass die eigentliche Sogwirkung dieser Märkte von der Preisgestaltung vieler hierauf angebotener Produkte ausgeht, wobei das unbegrenzte Angebot von Neuwaren auf derlei Märkten von der Stadt Mülheim an der Ruhr ausdrücklich für zulässig gehalten wird. Darüber, wie derlei Preise möglich sind, kann trefflich spekuliert werden. Dass es sich jeweils um Aufkäufe aus Insolvenzmassen handeln soll, erscheint allerdings abwegig, weshalb von den Ordnungsbehörden zumindest stichprobenartig Kontrollen auf Raubkopien, Markenrechtsverletzungen und auch auf Hehlerware durchgeführt werden. Bei der Größe der Veranstaltungen allerdings nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“! Auch dass bei Großveranstaltungen dieser Art die Durchführung von lebensmittelrechtlichen Überprüfungen problematisch ist und deshalb angezweifelt werden kann, ob hier für Verbraucher noch eine Unbedenklichkeit besteht, scheint in der öffentlichen Wahrnehmung zumindest bislang nicht in den Fokus gerückt zu sein.

Da die Stadt Mülheim an der Ruhr unbegrenzt die Teilnahme von gewerblichen Händlern an derlei Veranstaltungen zulässt, stellt sich zudem die Frage, ob hier in ausreichendem Maße die Einhaltung steuerrechtlicher Bestimmungen kontrolliert wird oder man sich trotz schwieriger Haushaltslage womöglich nicht unbeträchtliche Mehreinnahmen entgehen lässt. Dass der stationäre Einzelhandel durch die sogenannten Trödelmärkte erheblich geschwächt wird, liegt auf der Hand. Die Existenz von Ladeninhabern steht ebenso auf dem Spiel wie die Arbeitsplätze der bei ihnen Beschäftigten. Dabei geht es keineswegs um die Ausschaltung unliebsamer Konkurrenz. Ein Hinweis auf fehlende Chancengleichheit muss allerdings gestattet sein. Nur ein Beispiel: Während in einem Ortsteil ohne jeglichen Anlass pro Jahr 12 Trödelmärkte an Sonntagen durchgeführt werden dürfen, ist der stationäre Einzelhandel auf 4 verkaufsoffene Sonntage pro Jahr innerhalb eines Stadtbezirks beschränkt, für die zudem noch in jedem einzelnen Fall ein besonderer Anlass nachgewiesen werden muss. Auch die gesamtstädtischen Konsequenzen dürfen nicht aus den Augen verloren werden. Vielfach wird das Veröden und Ausbluten von Stadtteilzentren und Innenstädten beklagt. Die Durchführung von Trödelmärkten in ihrer jetzigen Form trägt sicherlich nicht zu ihrer Belebung bei.

Die juristische Literatur beschreibt Trödelmärkte als Veranstaltungen, auf denen im Allgemeinen alte, gebrauchte oder abgenutzte Gegenstände, aber auch wertlose oder gering geschätzte Neuwaren angeboten werden. Soweit Neuwaren betroffen sind, soll es sich in erster Linie um geringwertige, aus der Mode gekommene oder sonst wenig aktuelle Ware handeln, die im üblichen Facheinzelhandel selten anzutreffen ist. So viel zur Theorie! Wer bereits einen der knapp 50, auf Mülheimer Stadtgebiet stattfindenden Trödelmärkte besucht hat, weiß, dass die Praxis völlig anders aussieht. Nichtsdestotrotz sieht die Stadt Mülheim an der Ruhr keinen Anlass für ein Einschreiten, da nach ihrer Auffassung auf Trödelmärkten alle Waren verkauft werden dürfen, deren Vertrieb nicht verboten, also erlaubt ist. Infolge dieser Gesetzesauslegung nimmt die Stadt bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf Festsetzung von Trödelmärkten als Jahrmärkte im Sinne der Gewerbeordnung an. Mit weitreichenden Konsequenzen!

Wird ein Markt in dieser Weise festgesetzt, kommen für ihn die sog. Marktprivilegien zum Tragen. Diese Sonderrechte führen dazu, dass die für den stationären Einzelhandel geltenden Bestimmungen wie das Ladenöffnungsgesetz, das Feiertagsgesetz NRW, die Arbeitszeitordnung oder auch das Jugendarbeitsschutzgesetz keine bzw. nur noch stark eingeschränkte Anwendung finden. Gewerbetreibende, die sich an einem festgesetzten Markt beteiligen, benötigen weder eine Gewerbeanzeige noch eine Reisegewerbekarte. Für die Dauer der festgesetzten Veranstaltung sind die gesetzlichen Ladenschlusszeiten außer Kraft gesetzt. Die Marktprivilegien führen dazu, dass eine ansonsten grundsätzlich verbotene gewerbliche Verkaufstätigkeit an Sonn- und Feiertagen ausdrücklich gestattet ist. In zeitlicher Hinsicht reicht es aus, wenn zwischen den Veranstaltungen ein einmonatiger Mindestabstand liegt, so dass sonntags in einem Ortsteil bis zu 12 Trödelmärkte pro Jahr möglich sind. Ein besonderer Anlass hierfür wird nicht gefordert.

Darüber, dass der Verkauf von Trödel für die sonntäglichen Trödelmärkte in ihrer jetzigen Erscheinungsform nicht mehr prägend ist, besteht auch mit der Verwaltung Einigkeit. Dennoch werden von ihr weiterhin die für Jahrmärkte konzipierten Vorschriften einschränkungslos auf die Festsetzung von Trödelmärkten übertragen. Mit den Wertentscheidungen des Gesetzgebers lässt sich diese Verwaltungspraxis nicht vereinbaren. Sie führt zudem zu massiven Ungleichbehandlungen des stationären Einzelhandels und seiner Beschäftigten. Der derzeitige Zustand kann nicht länger hingenommen werden. In einem gemeinsamen Schulterschluss haben sich Vertreter des Katholikenrates der Stadt Mülheim an der Ruhr, der evangelischen Kirche, der Betriebsräte der Firmen Karstadt (RRZ) und real (Speldorf), der Gewerkschaft ver.di, der Industrie- und Handelskammer, des Landesverbandes Schausteller und Marktkaufleute e. V., des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V. sowie des Einzelhandelsverbandes Ruhr e.V. zum Ziel gesetzt, hiergegen etwas zu unternehmen.

Ergänzende Stellungnahme des Landesverbandes und des BSM

Von Seiten der Berufsorganisationen der Marktkaufleute wurde ergänzend zu der Gemeinsamen Erklärung folgendes Papier verteilt:

Trödelmärkte – Etikettenschwindel zu Lasten des regulären Markthandels

Seit etwa 30 Jahren ist bundesweit eine ständige Zunahme sogenannter Trödel- oder Flohmärkte zu beobachten. Auf einem Flohmarkt (auch Trödelmarkt) im ursprünglichen Sinne werden gebrauchte Gegenstände zum Verkauf von Privat an Privat angeboten. Auf Anbieterseite verschiebt sich die Mehrheit von privaten Personen auf gewerbliche Händler, die zumeist minderwertige Neuware oft zweifelhafter Herkunft verkaufen (Hehlerware, Produktfälschungen). Diese Händler stehen in direkter Konkurrenz zu regulären, rechtstreuen Marktkaufleuten. Diese stellen sich dem Wettbewerb, können aber nicht bestehen, wenn erhebliche Wettbewerbsverzerrungen den Trödelmarkthändlern ungerechtfertigte Kostenvorteile verschaffen.

Der BSM fordert seit Jahren die Schaffung eines eigenen Regelungstatbestandes „Trödelmarkt“ in Titel IV der Gewerbeordnung als präventive Maßnahme, um schon im Festsetzungsverfahren Missständen vorzubeugen. Dies wurde stets mit fehlendem Handlungsbedarf des Gesetzgebers abgelehnt. Stattdessen solle das bestehende rechtliche Instrumentarium konsequent angewendet werden. Dies sind in erster Linie das Abgabenrecht, Gewerberecht, Markenrecht und Lebensmittelhygienerecht. Somit wird die alleinige Verantwortung an die Finanzverwaltung und die kommunalen Behörden weitergereicht.

In Anbetracht der Vielzahl sogenannter Floh- und Trödelmärkte ist eine verstärkte Prüftätigkeit mit dem vorhandenen Personal von den jeweils zuständigen Behörden nicht zu leisten. Vollzugsdefizite sind systembedingt und in absehbarer Zeit nicht zu beheben. Eine punktuelle Erhöhung des Kontrolldrucks führt lediglich zu einer räumlichen Verlagerung des Problems. Nur ein gemeinschaftliches Vorgehen auf überregionaler Ebene könnte Abhilfe schaffen. Hierzu fehlt es – wie bereits ausgeführt – am erforderlichen Personal, zum Teil auch am politischen Willen.

Forderungen des BSM

1. Erweiterung des Titel IV Gewerbeordnung um Trödelmärkte

2. Regelmäßige Kontrollen auf Trödel-/Flohmärkten

Hierbei muss unter anderem überprüft werden:

  1. ob eine eventuell erforderliche Reisegewerbekarte vorhanden ist
  2. ob eine Steuernummer vorhanden ist
  3. ob Hygienevorschriften für Lebensmittelverkauf, Imbiss- und Ausschankbetriebe beachtet werden
  4. in Zweifelsfällen Herkunftsnachweis der Ware

3. Regensburger Modell (Trödelmärkte auf öffentlichem Grund)

Da die Gewinnspanne beim Verkauf gebrauchter Ware niedriger als bei Neuwaren ist, wird das an die Kommune zu entrichtende Nutzungsentgelt für die Inanspruchnahme öffentlichen Grundes entsprechend niedriger angesetzt. Der Veranstalter stellt der Kommune eine Sicherheitsleistung. Bei vertragswidrigem Verkauf von Neuwaren wird das erhöhte Nutzungsentgelt nachträglich erhoben. Die Differenz zwischen ermäßigtem Trödelverkauf und Neuwarenverkauf wird einbehalten. Die Abschöpfung unrechtmäßiger Gewinne der Veranstalter ist ein wirksames Mittel gegen Rechtsverstöße.

4. Verbesserte Koordination der Kontroll- und Überwachungstätigkeit der Behörden untereinander

Weiteres Vorgehen

Das Pressegespräch diente in erster Linie dazu, das Anliegen der Allianz mit dem gebotenen Fingerspitzengefühl in die Öffentlichkeit zu bringen. Bei allem Engagement für die eigenen Belange darf nicht ignoriert werden, dass die Trödelmärkte sich einer großen Beliebtheit in der Bevölkerung erfreuen. Als nächstes steht ein Gespräch mit der Stadt Mülheim/Ruhr an. Über den Fortgang in dieser Angelegenheit wird berichtet. (BSM-Presseinformation)

Quelle: Presseinfo des „Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V.“

Ohne wenn und aber: Moselbengel geht in die Berufung


Was da so aussieht wie hinausgeschmissenes Geld, bezeichne ich als einen Kracher.

Ganz ehrlich. Moselbengel verfolgt eine bestimmte Absicht und die ist garnicht schlecht.

Dass er in Berufung geht, wurde mir gestern abend bestätigt.

Wenn man seine Begründung hört, muss man sagen: Jawoll er hat recht.

Aber das bringt ein unglaubliches Durcheinander mit sich.

Bei der Landesregierung wird man die Fenster öffnen um frische Luft zu bekommen.

Sie stecken bis zum Hals in der Scheiße.

Natürlich braucht Moselbengel dafür finanzielle Unterstützung, deswegen muss unbedingt noch mal eine Beteiligten-Sitzung gemacht werden.

Es muss besprochen werden, warum und weshalb diese Berufung.

Moselbengel wird zu diesem Gespräch hier nach Mannheim kommen. Alle umliegenden Veranstalter sind jetzt schon eingeladen. Termin wird noch bekannt gegeben.

Spendenkonto usw. werde ich hier noch nachreichen.

Übrigens ist das schriftliche Urteil vom 4.4. noch nicht vorhanden. Wird nachgeholt.

Peng, Krach, Bumm und Boing. Der richtige Hammer, Nachr. von 20 Uhr: morgen mehr: 

Moselbengel geht in die Berufung vors OVG KO. 

Anmerkung des Admins:
Der letzte Satz müsste richtigerweise heißen : „Moselbengel geht in der Berufung vor dem OVG KO!

Und schon der nächste Kracher:


An alle Flohmarktveranstalter in Deutschland. Bitte merken sie sich folgende Nachricht:

Die Firma Garten Dehner hat mir aus ihrer Zentrale mitgeteilt: Bitte haben sie Verständnis dafür, dass wir uns an einer Klagefinanzierung nicht beteiligen.

(Eine Spendenquittung gibt man dem Finanzamt, Steuervorteile – erledigt)

Entschuldigung dafür soll ich Verständnis haben ????

Habe ich aber nicht im Gegenteil: Ich bekomme bei so einer Antwort eine eiskalte Wut.

Es gibt über 100 Dehner-Niederlassungen.

Wieviel Geld haben sie bisher für leerstehende wertlose Plätze an Sonntagen durch Flohmärkte eingenommen ???

Ich kann das ausrechnen, ich kann etwa auch die Zukunft ausrechnen, das sind jetzt schon Millionen. Und von diesem Geld wollen sie nicht mal 500 bis 1000.- Euro zur Finanzierung der Klage abgeben? Geiz ist geil.

Natürlich kann Dehner nichts dafür, wenn durch die Politiker so ein Scheiß verursacht wird.

Aber es kristallisiert sich raus: Geld her – Helfen? nein!

Wenn es nach mir ginge, wäre auf Dehner-Plätzen ab sofort kein Flohmarkt mehr.

Wir Veranstalter kratzen die Dollars aus allen Ecken, um die Klage zu finanzieren und die Vermieter verpissen sich. Was für eine feige Einstellung.

Jetzt ist es 13 Uhr, ich wollte es genau wissen und habe versucht in der Zentrale nachzufragen, aber die Herrschaften sind schon im Wochenend-Urlaub. Schade. Erst am Montagnachmittag ist eventuell ein Ansprechpartner vorhanden. Ich bleibe dran.